Die beiden neuen Ehrenmitglieder mit Fanion und die neugewählten Vorstandsmiglieder. v.l.n.r. MArkus Koch, Celina Grolimund, Anja Winiger und Ursula Tschan

Ehrungen, Veränderungen im Vorstand und grosse Herausforderungen für die Zukunft: Die 16. Delegiertenversammlung des Blasmusikverbandes Thal-Gäu-Olten-Gösgen (BMVTGOG) bot neben erfreulichen Momenten auch Anlass zu ernsten Diskussionen.

Am Freitagabend, 16. Oktober 2026, trafen sich die Delegierten der Verbandsvereine in der Mehrzweckhalle Wolfwil. Die Brass Band Harmonie Wolfwil sorgte als Gastgeberin für einen würdigen Rahmen der Versammlung.

Auch der Wolfwiler Gemeindepräsident Georg Lindemann liess es sich nicht nehmen, die Delegierten persönlich willkommen zu heissen. In seiner Grussbotschaft gewährte er einen kurzen Einblick in die Gemeinde Wolfwil und unterstrich damit die Verbundenheit zwischen der Gemeinde und dem regionalen Vereinsleben. Gleichzeitig lud er die Anwesenden zum traditionellen Apéro im Anschluss an die Versammlung ein.

Zwei neue Ehrenmitglieder für besondere Verdienste

Ein besonderer Höhepunkt war die Verabschiedung von Ursula Tschan und Markus Koch aus dem Verbandsvorstand. Beide haben sich über viele Jahre mit grossem Herzblut und unermüdlichem Engagement für die regionale Blasmusik eingesetzt. Ursula Tschan war für das Aktuariat verantwortlich, während Markus Koch die Musiktage betreute. Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung für ihre wertvollen Verdienste wurden beide zu Ehrenmitgliedern des BMVTGOG ernannt.

Auch für die Zukunft des Vorstandes wurden wichtige Weichen gestellt. Mit Celina Grolimund und Anja Winiger bringen zwei junge, engagierte Musikantinnen frischen Wind in die Verbandsführung. Ein erfreuliches Zeichen dafür, dass sich auch die jüngere Generation aktiv für die Blasmusik einsetzen möchte.

Vorfreude auf die Musiktage 2027

Erfreuliche Nachrichten gab es beim Blick auf das kommende Blasmusikjahr. Gleich mehrere musikalische Höhepunkte stehen 2027 in der Region bevor. In Wolfwil finden am 12. Juni das Blasmusiktreffen und am 13. Juni der Jugendmusiktag statt. Eine weitere Gelegenheit für musikalische Begegnungen bietet das Blasmusiktreffen vom 26. Juni in Herbetswil.

OK-Präsident Mirko Ackermann aus Wolfwil und Joël Müller aus Herbetswil informierten die Delegierten über den aktuellen Stand der Vorbereitungen und gaben spannende Einblicke in die geplanten Anlässe. Die Vorfreude auf zwei musikalische Feste, bei denen die Blasmusik, die Kameradschaft und das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt stehen, war deutlich spürbar.

Dunkle Wolken über der Zukunft der Musiktage

Doch bei aller Vorfreude kamen auch ernste und nachdenkliche Töne auf. Während für 2027 noch attraktive Anlässe bevorstehen, sieht die Zukunft danach alles andere als rosig aus.

Für die Jahre nach 2027 liegen dem Verband derzeit keine Bewerbungen für die Durchführung weiterer Musiktage vor. Eine Entwicklung, die den Verbandsvorstand nachdenklich stimmt und zunehmend Sorgen bereitet. Ohne organisierende Vereine droht eine langjährige und wertvolle Tradition der regionalen Blasmusik verloren zu gehen.

Die Musiktage sind weit mehr als musikalische Wettspiele oder Konzerte. Sie bieten den Vereinen eine Bühne, fördern den Austausch unter den Musikantinnen und Musikanten und stärken die Kameradschaft über die Gemeindegrenzen hinaus. Gerade für den musikalischen Nachwuchs sind solche Begegnungen von grosser Bedeutung.

Der Verband appelliert deshalb an seine Mitgliedsvereine, sich Gedanken über eine mögliche Durchführung zu machen. Dabei müssen es nicht immer grosse Musikfeste sein. Auch kleinere, gemeinsam organisierte Anlässe können dazu beitragen, die musikalische Tradition lebendig zu halten.

Die Zukunft der Musiktage liegt in den Händen der Vereine. Nur wenn weiterhin engagierte Organisatoren gefunden werden, können diese wertvollen Begegnungen auch kommenden Generationen erhalten bleiben.

Gemeinsam für eine lebendige Blasmusikregion

Die Delegiertenversammlung machte einmal mehr deutlich, wie viel Herzblut, Freiwilligenarbeit und Zusammenhalt hinter dem regionalen Blasmusikwesen stecken. Trotz der Herausforderungen blickt der Verband mit Zuversicht auf die bevorstehenden musikalischen Höhepunkte.

Ein herzliches Dankeschön galt der Brass Band Harmonie Wolfwil für die Gastfreundschaft und die hervorragende Organisation. Beim anschliessenden, von der Gemeinde Wolfwil offerierten Apéro bot sich den Delegierten die Gelegenheit, den Abend in geselliger Runde ausklingen zu lassen, Kontakte zu pflegen und sich über die Zukunft der regionalen Blasmusik auszutauschen.